Konsequente und gezielte Abschreckung wirkt

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    Konsequente und gezielte Abschreckung wirkt
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    Konsequente und gezielte Abschreckung wirkt

    Straßenverkehr: Zuverlässige Drogenkontrollen

    Die Ursache der meisten Verkehrsunfälle ist die Missachtung von Regeln. An erster Stelle: überhöhte Geschwindigkeit und der Konsum von Alkohol sowie illegaler Drogen. Eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen zeigt die abschreckende Wirkung von Kontrollen und Strafen. Maßgeblich dabei ist die konsequente und ausreichende Verkehrsüberwachung durch Polizei und Kommunen.

    Sofort 13 Prozent mehr Geschwindigkeitsübertretungen, nachdem öffentlich wurde, dass die bisherigen Geschwindigkeitskontrollen eingestellt wurden – diesen traurigen Rekord verzeichnete eine Gemeinde, die an einer Studie zu den Auswirkungen verstärkter Verkehrskontrollen teilgenommen hatte. So etwas passiert nicht überall, wenn Kontrollen wieder eingestellt werden. Aber mehrere Untersuchungen beweisen, dass die erzieherischen Effekte in weniger als 18 Monaten wieder nachlassen, wenn nicht weiterhin kontrolliert wird.

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    Deutsche wollen mehr Kontrollen im Straßenverkehr: Zu diesem Ergebnis kommt auch eine Umfrage zum Thema „Verkehrskontrollen”, die von der Tankstellenkette HEM im Februar 2022 mit 2.383 Personen ab 18 Jahren durchgeführt wurde. Quelle: Deutsche Tamoil GmbH, Hamburg

    Aktuelle Studie aus Australien

    Im Dezember 2021 erschien eine australische Studie, die die Abschreckung durch Drogentests im Straßenverkehr untersuchte. Als Ergebnis zeigte sich:

    • Das Risiko, erwischt zu werden, ist nicht hoch genug, um eine Verhaltensänderung zu erreichen.
    • Um ausreichend abgeschreckt und zu einer Verhaltensänderung veranlasst zu werden, müssen Verkehrsteilnehmer öfter als einmal im Jahr mindestens Zeuge einer Verkehrskontrolle mit Drogentest sein.
    • Bei so einer Kontrolle dabei zu sein wirkt ausreichend abschreckend. Sie müssen nicht selbst getestet werden.

    Daraus resultiert:
    • Es müssen mehr Testungen durchgeführt werden, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen.
    • Eine Überprüfung auf Drogenkonsum sollte möglichst sichtbar sein, z. B. an stark befahrenen Straßen. Dadurch ist ein zusätzlicher, abschreckender Effekt zu erwarten.

    Mit diesen Ergebnissen werden auch Studien älteren Datums bestätigt, die zu denselben Resultaten kamen.

    Die Wirksamkeit von Straßenverkehrskontrollen hängt insgesamt von vielen individuellen Faktoren und deren Kombination ab. Einig sind sich die Fachleute aber darin, dass vor allem die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, einer der ausschlaggebenden Faktoren ist. Dazu sollte die Androhung einer Strafe kommen, die als hoch empfunden wird. So ist beispielsweise die Bewertung von Bußgeldern abhängig von dem Einkommen und der sozialen Situation. Eine Metastudie von 2016 ergab einen Rückgang der Verstöße aller Art um 15 % bei einer Bußgelderhöhung von 50 bis 100 % und keinen Einfluss auf solche Verstöße bei einer Steigerung von bis zu 50 %. Bis zu 12 % weniger tödliche Unfälle zeigten sich grundsätzlich bei einer Bußgelderhöhung.

    Die Androhung oder Möglichkeit des Führerscheinentzugs senkte die Zahl der Unfälle um 17 % und reduzierte Verstöße um 20 %. Die Rückfallquote war dann am geringsten, wenn der Führerscheinentzug mit Maßnahmen wie Rehabilitationsprogrammen oder Fahrzeugbeschlagnahmung kombiniert wurde. Auch der schnelle Vollzug der Strafe wirkt positiv im abschreckenden Sinne.

    Egal ob es sich um Geschwindigkeit, Regeln wie die Gurtpflicht oder um Alkohol- und Drogenkonsum handelt – konsequente, regelmäßige und vor allem ausreichend häufige Kontrollen sorgen für eine bessere Befolgung der Vorschriften. Die Mehrheit der Verkehrsteilnehmer ist auch durchaus dafür, wie verschiedene Umfragen belegen. Erwiesenermaßen spielt es zusätzlich eine Rolle, wie fair die Kontrollen durchgeführt werden und ob die Kontrolleure anerkannte und zuverlässige Methoden anwenden. Umso wichtiger ist die entsprechende Ausrüstung für Polizei, Behörden und Kommunen.

    THINK! – eine Kampagne der britischen Regierung gegen Drogen am Steuer

    Seit mehr als 75 Jahren führt die britische Regierung sehr erfolgreich Kampagnen zur Verkehrssicherheit durch. Die Aktion gegen Drogen im Straßenverkehr war dabei mit einem Budget von 2 Millionen Pfund eine der umfangreichsten. Die Hauptzielgruppe waren jüngere Männer zwischen 17 und 34 Jahren. Um sie zu erreichen, lief die Kampagne verstärkt auf Social Media. Es gab 7 Millionen YouTube-Views des Films „Paranoia” und 18 Radio-Spots erreichten 61 % des Zielpublikums. Zusätzlich wurden in den Toiletten von Pubs und Clubs 600 Poster aufgehängt. Das Ergebnis: 52 % der anvisierten Zielgruppe nahmen mindestens einmal ein Motiv der Kampagne wahr. Die Warnhinweise erreichten somit überdurchschnittlich viele Verkehrsteilnehmer.

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    Quellen:

    Bundesanstalt für Straßenwesen BAST, Bergisch Gladbach; Australasien College of Road Safety, Collett Place, Pearce ACT 2607; Deutsche Tamoil GmbH, Hamburg; Polizei Brandenburg „Konzeptionelle Verkehrssicherheitsarbeit – Ausgewählte Aspekte wirkungsorientierter Verkehrsunfallbekämpfung”; Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V., Berlin, „Regelverstöße im Straßenverkehr – Häufigkeit, Schadenfolgen, Sanktionierung, Prävention”; Journal of Safety Research 80 (2022), „Do they need to be tested to be deterred? Exploring the impact of exposure to roadside drug testing on drug driving”, https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0022437521001687; Global Road Safety Partnership, Genf, „A Guide to the Use of Penalties to Improve Road Safety”; European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction EMCDDA, Lissabon, www.emcdda.europa.eu; „A breathalyser for drugs”, Kampagne der Britischen Regierung, https://www.think.gov.uk, THINK! campaign marketing plan.

    Bildquellen:

     Securetec AG; AdobeStock 251219306

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