DrugWipe® 6 S Benzodiazepine

20.10.2016

Bessere Empfindlichkeit, mehr Sicherheit

5 ng pro 1 ml Speichel – das ist die neue, um den Faktor 4 verbesserte Nachweisgrenze des DrugWipe® 6 S für Benzodiazepine.

Fallstricke beim Nachweis Benzodiazepine sind im Speichel nur in relativ geringen Konzentrationen vorhanden.1 Die Substanzen fühlen sich unter den in der Mundhöhle herrschenden Bedingungen nicht wohl und treten deshalb nur sehr zögerlich vom Blut in den Speichel über. Als Konsequenz muss das Screening mit einem sehr sensitiven Test durchgeführt werden.

DrugWipe® – erfolgreich im Einsatz

Der DrugWipe® 6 S Benzodiazepine hat bereits im ROSITA-2 Projekt bewiesen, dass er trotz dieser ungünstigen Voraussetzungen zufriedenstellende Ergebnisse erzielt.2 In Finnland ist unser 6-Fach Speicheltest seit vielen Jahren erfolgreich bei der Polizei im Einsatz. Dort wurden die Blutwerte mit den Ergebnissen des DrugWipe® verglichen. DrugWipe® 6 S erzielte eine Sensitivität von 81 %. Dabei umfassten die Laboruntersuchungen 16 verschiedene Benzodiazepine.3
 
Der neue DrugWipe® 6 S Benzodiazepine ist mit einer Sensitivität von 95 % jetzt noch empfindlicher und erhöht so die Aufgriffsrate und die Verkehrssicherheit auf der Straße signifikant.

Benzodiazepine: eine Gefahr im Straßenverkehr?

Grundsätzlich gilt: je höher die Benzodiazepinkonzentration im Körper, desto größer ist die negative Auswirkung auf die Fahrtüchtigkeit. Benzodiazepine beeinflussen die Fähigkeit, ein Fahrzeug sicher zu führen, und dies auch schon in niedrigen Dosen, wie sie bei einer ärztlichen Verordnung entstehen. Das haben psychomotorische Tests bewiesen.4 Die Verletzungsgefahr bei einem Unfall steigt auf das 5-Fache, wenn Benzodiazepine im Spiel sind. Bei der Kombination von Drogen und Alkohol steigt sie sogar auf das 112-Fache.5 Bei Unfällen mit tödlich verunglückten Fahrzeugführern sind Benzodiazepine nach Alkohol die am häufigsten nachgewiesene Substanz. Bei Verkehrsunfällen mit schwer verletzten Fahrern liegen die Benzodiazepine nach Alkohol und THC auf dem dritten Rang.6 Diese Zahlen sprechen für sich. Auffällig ist auch die Altersgruppe der Konsumenten, die am Straßenverkehr teilnehmen: Es handelt sich immer häufiger um Fahrer im mitteren und höheren Alter. Der Konsum ist bei Frauen weiter verbreitet als bei Männern. Eine andere Besonderheit: Die Hauptaufgriffszeit von Fahrten unter Beeinflussung von Benzodiazepinen ist tagsüber.6
 
Fahren unter dem Einfluss von Benzodiazepinen gefährdet die Sicherheit im Straßenverkehr erheblich. Umso wichtiger ist es, einen entsprechend sensitiven Speicheltest für diese Medikamentengruppe einzusetzen.

 

DrugWipe® 6 S – für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Infobox Benzodiazepine

Benzodiazepine sind rezeptpflichtige Medikamente, die als Beruhigungsmittel bei Spannungs-, Erregungs- und Angstzuständen sowie als Schlafmittel eingesetzt werden. Sie haben ein hohes Abhängigkeitspotenzial und werden aufgrund ihrer entspannenden Wirkung auch als Tranquilizer bezeichnet. Benzodiazepine werden in Deutschland millionenfach verordnet. 10-17 % der Bevölkerung nehmen im Verlauf eines Jahres irgendwann einmal ein Benzodiazepinpräparat ein.
1-2 % der Erwachsenen nehmen ein Jahr und länger täglich ein solches Mittel. Zu den Benzodiazepinen gehört eine ganze Gruppe von chemisch miteinander verwandten Wirkstoffen. Sie unterscheiden sich in ihrer Wirkung, der Schnelligkeit des Wirkungseintritts, der Wirkdauer, der Art der Verstoffwechselung und in der Zeit, die der Organismus zum Abbau benötigt. Je nach Wirkstoff kann sich dieser Abbau über einige Stunden bis hin zu mehreren Tagen erstrecken.

 

1 Wille et al., Ther. Drug Monit., Volume 31, Number 4, August 2009
2 Gunnar et al., ROSITA-2 Project : Final report, Academia Press, Gent, Belgium (2006)
3 Blencowe et al., J. Anal. Toxicol. 35 (6), 349 - 356 (2011)
4 Smink et al., Journal of Forensic and Legal Medicine 15 (2008) 483 - 488
5 Movig et al., Accident Analysis & Prevention 36 (2004) 631 - 636
6 Summary of Main DRUID Results, TRB 91st Annual Meeting, January 2012